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Windows 10 im Betrieb: Was das Support-Ende jetzt kostet

Viele Rechner in kleinen Betrieben laufen noch mit Windows 10 – und funktionieren im Alltag tadellos. Genau das ist die Falle: Der reguläre Support ist im Oktober 2025 ausgelaufen. Der PC startet weiterhin, bekommt aber keine regulären Sicherheitsupdates mehr. Was das praktisch bedeutet, was Sicherheitsupdates jetzt kosten und wie Sie entscheiden, ob sich ein Umstieg oder ein neues Gerät lohnt.

Was „kein Support mehr“ wirklich heißt

Ihr Rechner schaltet sich nicht ab und nichts wird gesperrt. Was fehlt, sind die monatlichen Sicherheitsupdates, die neu entdeckte Lücken schließen. Jede Lücke, die ab jetzt bekannt wird, bleibt auf einem ungeschützten Windows 10 dauerhaft offen – und weil Angriffe automatisiert laufen, ist es dabei egal, wie klein Ihr Betrieb ist. Das Risiko wächst nicht schlagartig, sondern schleichend mit jedem Monat.

Dazu kommt ein zweiter Effekt: Software-Hersteller stellen die Unterstützung für veraltete Systeme nach und nach ein. Steuerprogramme, Branchensoftware oder auch Microsoft 365 werden mit der Zeit nur noch auf aktuellen Systemen unterstützt.

Der Unterschied, den viele nicht kennen: privat gratis, Betrieb zahlt

Microsoft bietet mit dem ESU-Programm („Extended Security Updates“) verlängerte Sicherheitsupdates an – nach aktuellem Stand bis Oktober 2027. Und hier liegt der Punkt, der in Beratungsgesprächen regelmäßig für Überraschung sorgt:

Wer also zu Hause weiterhin gratis Updates bekommt und daraus schließt, im Betrieb sei das genauso, irrt. Für Firmengeräte gilt eine andere Regelung.

Was ESU einen kleinen Betrieb kostet

Nach öffentlich berichteten Konditionen (Stand Juni 2026) liegt der Preis bei rund 60 Euro je Gerät im ersten Jahr, etwa 120 Euro im zweiten und rund 240 Euro im dritten. Der Preis verdoppelt sich also jährlich – bewusst, damit der Umstieg attraktiver wird als das Verlängern.

Rechnen wir das für einen typischen kleinen Betrieb mit fünf Arbeitsplätzen durch: Das sind rund 300 Euro im ersten Jahr, etwa 600 im zweiten, rund 1.200 im dritten. Über drei Jahre summiert sich das auf einen vierstelligen Betrag – und am Ende steht immer noch dasselbe veraltete System, das dann endgültig keine Updates mehr bekommt. Für ähnliches Geld sind je nach Ausgangslage schon neue Geräte drin.

ESU ist deshalb kein Ziel, sondern eine Brücke: sinnvoll, wenn ein Umstieg gerade nicht machbar ist – etwa weil eine Branchensoftware noch nicht mitzieht oder mitten im Geschäftsjahr keine Zeit dafür ist.

Kann mein Gerät überhaupt Windows 11?

Das Upgrade auf Windows 11 ist für berechtigte Geräte kostenlos. Die Hürde ist nicht der Preis, sondern die Hardware: Windows 11 setzt unter anderem einen TPM-2.0-Chip voraus, ein Sicherheitsmodul, das älteren Rechnern schlicht fehlt. Grob gilt: Geräte etwa ab Baujahr 2018 erfüllen die Anforderungen meist, ältere oft nicht.

Manchmal ist TPM im BIOS nur deaktiviert und lässt sich mit einem Handgriff einschalten – dann läuft plötzlich doch alles. Ein Blick lohnt sich also, bevor ein funktionierendes Gerät vorschnell ausgemustert wird.

Umsteigen, überbrücken oder ersetzen – wie entscheiden?

In der Praxis läuft die Entscheidung meist auf drei Fälle hinaus:

Wichtig ist, das je Gerät zu entscheiden, nicht pauschal für den ganzen Betrieb. In den meisten kleinen Betrieben ist die Antwort gemischt: ein paar Rechner lassen sich upgraden, ein oder zwei sind reif für den Austausch.

Was jetzt sinnvoll ist

Der erste Schritt ist keine Kaufentscheidung, sondern eine Bestandsaufnahme: Welche Geräte laufen noch auf Windows 10? Welche davon können Windows 11? Und welche Software muss beim Umstieg unbedingt weiterlaufen? Mit dieser Liste wird aus einem diffusen „wir müssten mal“ ein überschaubarer Plan, der sich über ein paar Wochen verteilen lässt – ohne dass der Betrieb stillsteht.

Genau das schauen wir uns beim kostenlosen IT-Erstcheck gemeinsam an: welche Geräte betroffen sind, was davon upgradefähig ist und in welcher Reihenfolge der Umstieg am wenigsten stört. Ehrlich eingeschätzt und ohne Verkaufsdruck.

Welche Ihrer Geräte laufen noch auf Windows 10? Finden wir es gemeinsam heraus.